Jugendgruppe im Uffiker-Buchsermoos

Jugendgruppe im Uffiker-Buchsermoos

Die Bise liess nach und die Sonne verwöhnte uns an diesem schönen Sonntagnachmittag auf der Vogelpirsch. Zu Beginn erklärte Exkursionsleiterin Johanna Ruckstuhl den Kids und Begleitpersonen Interessantes über den Vogelzug. So weiss man erst seit 200 Jahren, dass die Vögel in den Süden ziehen im Herbst. Nicht etwa untertauchen im Wasser und zu Fischen werden oder im Boden verkriechen und zu Mäusen mutieren über den Winter, wie man noch bis in die Mitte der Neuzeit glaubte.

In zwei Gruppen aufgeteilt, die eine zuerst im Beobachtungsturm und die andere den Hecken und Schilfgürteln entlang zum grossen mittleren Weiher, hielten die 19 Vogelspäher nach gefiederten Freunden Ausschau. Auf dem Wasser war wenig Verkehr, aber Krickente und Löffelente vor der Linse erfreuten die Kids. Auf dem Rundgang fiel der Silberreiher schon von Weitem auf. Ganz nah beobachten konnten die jungen Vogelexperten eine Schar Erlenzeisige, natürlich in einer Erle, wo sie die Samen aus dem Zapfen pickten.

Kuchen und Tee waren danach sehr willkommen. Die leckere Portion Zucker half dann auch beim Ausfüllen des Rätsels. Mit den Fragen konnten die Kinder den Nachmittag reflektieren. Wichtiger als alle richtigen Antworten zu wissen, war aber die Namensfindung für die Jugendgruppe. Der Namensvorschlag war dann auch Bedingung, um an der Verlosung teilnehmen zu können. So kamen tolle Vorschläge zusammen und alle Kinder konnten sich am Ende ein Geschenk aussuchen. Das grosse Bestimmungsbuch war sofort weg. Auch der Feldstecher und der Vogelführer für unterwegs fanden schnell Abnehmerinnen. Mit strahlenden Augen, einen paar neuen Entdeckungen und dem Geschenk im Gepäck, verabschiedeten sich Teilnehmerinnen.

Der nächste und zugleich letzte Anlass in diesem Jahr, führt die Jugendgruppe am 27. November 2021 nach Aarau ins Naturama. Hier kannst du dich gleich anmelden.


Jugendgruppe am Bach

Jugendgruppe am Bach

Bei tollem Sommerwetter besuchte die Jugendgruppe den Huebbach in Richenthal. Mit Stiefeln an den Füssen und ausgerüstet mit Sieb, Pinsel, Kessel & Co. wurden das Leben im Bach unter die (Becher-)Lupe genommen.

Nach der Begrüssung fragte die Jugendgruppenleiterin Nuria Gilli die Kids, welche Tiere sie sich erhoffen an diesem Vormittag zu entdecken. Genannt wurden Köcherfliegenlarve, Frosch, Bachflohkrebs, Salamander etc.

Bevor es auf die Suche nach den Tieren ging, stellte Markus Bieri die Wirbellosen vor, die hier im Bach leben könnten. In erster Linie galt es diverse Fliegenlarvenarten, Würmer, Käfer, Schnecken und Bachflohkrebse zu finden. Der Bachflohkrebs ist Tier des Jahres und somit auch Grund für diesen Besuch im Bach. Anhand der Artenvielfalt und dem Vorkommen von sensiblen Arten kann die Qualität des Wasser bestimmt werden. Dafür werden diverse Hilfsmittel benötigt.

Kessel, Schalen, Becherlupen, Pinsel, Siebe, Bestimmungshilfen und Auswertungsbogen.

Für die Suche nach den Tieren werden verschiedenen Techniken angewendet, je nach vorhandenem Substrat im Bach. Bevor man loslegen kann, muss also der Lebensraum beurteilt werden. Danach konnte Markus die Techniken vorzeigen und erste Testfänge durchführen. Diese Tiere konnten die Kinder nun in der Becherlupe kennenlernen.

Nach der Znünipause wurden die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt, jeweils in Begleitung einer Leitperson. Bepackt mit all den Hilfsmitteln ging‘s eifrig auf die Suche nach Bachflohkrebs & Co. Die Techniken wurden geübt und der Erfolg stellte sich schnell ein.

Zurück am Auswertungstisch konnten die gefundenen Tiere genau untersucht werden und es boten sich einige Überraschungen, wie etwa eine „riesige“ Eintagsfliegenart. Die Kids, wie die Leiter konnten sich sehr begeistern für die zum Teil vorher noch unbekannte Tierwelt unter Kies und Stein auf dem Bachgrund. Natürlich wurden die Tiere allesamt wieder zurückgebracht und an der Fundstelle freigelassen. Nach dem Probelauf versuchte die Jugendgruppe die Sache nun wissenschaftlich anzugehen. Dabei wird auf die Anzahlt angewandter Fangtechniken prozentual zum Substrattyp Wert gelegt.

Die Auswertung am Schluss ergab, auch wenn vielleicht nicht zu 100% korrekt ausgeführt, ein zu erwartenden Ergebnis für einen Mittelland-Bach im ländlichen Gebiet. Das Wasser ist hier mässig belastet. Die sensibelsten Tiere, die Steinfliegenlarven, kamen hier nicht vor. Die Anzahl der Eintagsfliegenlarven war aber erstaunlich hoch, ebenso gab es eine ansprechende Anzahl Köcherfliegenlarven, was dann wieder auf eine eher geringere Belastung hindeutet. Der Bachflohkrebs konnte zahlreiche gefangen werden. Der Bach bietet Futter für Bachforelle, Wasseramsel und Gebirgstelze, welche hier alle vorkommen.

Der Wunsch nach der Sichtung von Salamander und Frosch konnte im Anschluss noch erfüllt werden. Unweit des Huebbachs gibt’s einen Quelltopf wo jeweils Feuersalamander ihre Jungen zur Welt bringen. Leider konnte das Elterntier nur noch tot aufgefunden werden. Der getrübte Anblick, gab mit der Sichtung der Larven wieder Hoffnung. Gleichenorts, wie erhört, zeigten sich noch zwei junge Grasfösche. Diese Funde schlossen einen lehrreichen Vormittag ab.

Mehr Bilder unter Impressionen.

Nach der Sommerpause geht’s am 18. September weiter mit dem Clean-Up-Day. Hier kümmert sich die Jugendgruppe um die Sauberkeit im Dorf Reiden.
Hier kannst du dich anmelden!


Orchideenwanderung 6. Mai 2021

Die Freude war gross auf dem Orchideenweg

Am Sonntag, 6. Mai versammelten sich um 9 und 14 Uhr je 14 Personen bei der Weihermatte, um gemeinsam auf den Orchideenweg zu gehen. Das Wetter spielte mit und es blieb den ganzen Tag trocken. Unter kundiger Führung von Peter Blattner und Robert Feller, Experten des Vereins Arbeitsgemeinschaft einheimischer Orchideen (AGEO) erlebten die Naturfreunde eine äusserst interessante und lehrreiche Wanderung bis zur Pfadihütte hinauf. Es ist dem Initiator Beat Schwegler zu verdanken, dass sich dieser Orchideenweg zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm des neuen Vereins NaturReiden entwickelt hat.


An den verschiedenen Standorten, die mit den neuen Bildertafeln versehen sind, wurde immer wieder eine Pause eingelegt, die Orchideen bestaunt und Wissenswertes dazu erzählt. So erfuhr man zum Beispiel, dass die Fuchs‘ Fingerwurz wegen ihrer fingerförmigen Wurzeln und dem Entdecker mit Namen Fuchs so heisst, oder dass es Orchideen gibt, die ihren betörenden Duft nur in der Nacht verströmen, da ihre Bestäuber Nachtfalter sind.

Die Teilnehmenden erfreuten sich während der fast 3 Stunden dauernden Exkursion am weissen Breitkölbchen und dem Waldvögelein, die sich jetzt in schönster Blüte zeigen. Auch das lilafarbene Fuchs‘ Fingerkraut blüht schon und die vielen noch geschlossenen Blüten an diesem Plätzchen garantieren, dass diese Pracht wohl noch einige Zeit zu bestaunen sein wird. Manch eine Naturfreundin oder Naturfreund wird den Weg deshalb wohl nicht zum letzten Mal gegangen sein.
Die Tafeln bleiben noch einige Zeit stehen, sodass viele Interessierte, die an diesem Sonntag nicht dabei sein konnten, die Gelegenheit haben den Orchideenweg zu begehen.


Vögel beobachten, Vögel bestimmen – ornith. GK

Vögel beobachten, Vögel bestimmen – Frühjahr 2021

In Zusammenarbeit mit BirdLife Luzern führte NaturReiden einen Ornithologischen Grundkurs durch. Geplant war dieser von Januar bis Mai 2020. Wegen der Coronapandemie musste der Kurs unterbrochen und im Winter/Frühling dieses Jahres nachgeholt werden. Zwanzig Teilnehmer aus Reiden und der näheren Umgebung liessen sich von Kursleiter Dani Jutz aus Oberkirch über die Vogelwelt informieren.  Einige kannten zu Beginn des Kurses kaum mehr als Spatz und Buchfink, andere hatten mehr Kenntnisse. Sie wussten, wie eine Kolbenente ausschaut oder was typische Langstreckenzieher sind. Egal, wie unterschiedlich der Wissensstand der Teilnehmer war. Was sie einte, war die gemeinsame Faszination für die Vogelwelt und ein grosser Wissensdurst. Der ornithologische Grundkurs beinhaltete fünf Theorieteile und fünf Exkursionen. Bei Ausflügen an die Richenthaler Wälder, ins Buchser Moos oder an den Mauensee wurde das Gelernte in die Praxis angewendet.

Ausgerüstet mit Block und Feldstecher wurden die Vögel bestimmt und gleichzeitig erfuhr man vieles über deren Lebensräume, Nahrung oder Fortpflanzung. Warum der Kuckuck behaarte Raupen frisst, die Rabenkrähen überaus intelligent sind und der Mauersegler sogar in der Luft schläft:  All das und noch viel mehr erfuhren die Vögelfans in diesem Kurs. Der Kursleiter verstand es ausgezeichnet, seine Leidenschaft den Teilnehmenden weiter zu vermitteln. Interessant waren die Ausführungen, gewürzt mit persönlichen Erlebnissen. Am Ende des Kurses, wo ein jeder eine Kursbestätigung erhielt, herrschten gemischte Gefühle. Einerseits war es schade, dass der Kurs schon vorbei war. Andererseits gibt es Teilnehmer, die ihr Wissen erweitern wollen und sich für den Kurs als Feldornithologin oder Feldornithologe anmelden werden. Nicht überraschend, wenn man weiss, was deutsche Forscher jüngst wissenschaftlich belegten: Vögel machen glücklich. Je vielfältiger die Vogelwelt in einer Region, desto höher ist dort die Lebenszufriedenheit der Menschen. Ihnen ist sprichwörtlich vögeliwohl. (swe)


Jugendgruppe legt los

Jugendgruppe legt los – 8. Mai 2021

Der erste Anlass im Januar musste aus dem Jahresprogramm gestrichen werden wegen Corona. Die zweite geplante Veranstaltung wurde in den Oktober verschoben aus selbigem Grund. Aber aller guten Dinge sind drei und diesmal ermöglichten die gelockerten Massnahmen einen gelungenen Start bei Prachtswetter.

Früh am Morgen des 8. Mai empfing das Leiterteam die Teilnehmer in Uffikon zur „Stunde der Gartenvögel“. Insgesamt 13 Vogelbeobachter*innen folgten dem Ruf der Vögel und dem Dachverband BirdLife Schweiz, der die Bevölkerung animierte ein Stunde lang alle Vögel zu bestimmen und zu zählen. Mit viel Eifer und Entdeckergeist ging die Jugendgruppe auf die Pirsch. Die ersten Arten wie Ringeltaube, Turmfalke und Haussperlinge konnten schon vor dem Start ausgemacht werden. Die Allerweltsarten Amsel, Buchfink, Kohlmeise und Star liessen auch nicht lange auf sich warten.

Im Unterholz pickte ein Rotkehlchen, am Siedlungsrand zwitscherte es laut aus dem Gebüsch – ein Zaunkönig. Zwischendurch erfreuten sich die Kinder, wie auch die Erwachsenen, ein Eichhörnchen beobachten zu können. Über den Köpfen segelten Mäusebussarde und Rotmilane. Auf den Giebeln ertönte der Hausrotschwanz. Blau- und Sumpfmeise flogen hektisch von Ast zu Ast auf der Futtersuche und auf dem Schulhausareal wippte seelenruhig eine Bachstelze mit ihrem langen Schwanz. Auch die räuberischen Elstern waren früh unterwegs. Von weitem unschwer zu erkennen waren die Rabenkrähen.

Nicht entdeckt, aber gehört hat die Gruppe den Grünspecht vom weiter her und ganz nach die Mönchsgrasmücke. Rauchschwalbe, Feldsperling und der farbenprächtige Stieglitz komplettierten die Vogelschar. Insgesamt konnten 22 Vogelarten bei BirdLife Schweiz gemeldet werden.

Die Auswertung aller gezählten Vögel kann hier nachgeschlagen werden.

Dann war Pause angesagt. Alle kramten ihr Znüni aus dem Rucksack und wir konnten noch drei weitere Arten entdecken. Ein Zilzalp sang aus dem Wald, ein Buntspecht hackte auf einem Fichtenzweig herum und ein unscheinbarer und eher selten gesehener Baumpieper machte die Mini-Vogelsafari perfekt.

Nach dem Pausenbrot fassten die Kinder von der Jugendgruppenleiterin noch eine Aufgabe. Die lautet ganz einfach: Wie wollt ihr die Jugendgruppe taufen?

Da die Antwort darauf nicht ganz so einfach ist, können die Kids sich bis zum nächsten Anlass Gedanken machen und ihre Ideen auf einer mitgegebenen Postkarte an die Leitung einsenden.

Beim nächsten Anlass in Richenthal werden die Kinder – auch die, die dann das erste Mal dabei sein werden, aus den nominierten Vorschlägen den Namen erküren. Der/die Namensgeber*in erhält ein Geschenk!

Nach knapp drei Stunden war der erste Anlass der Jugendgruppe von NaturReiden und dem NAVO Dagmersellen ausgeklungen.

Am 12. Juni erforscht die Jugendgruppe die Wasserlebewesen im Bach. Das wird eine sehr spannende Exkursion zum Tier des Jahres!

Hier kannst du dich anmelden!


Zauneidechsen-Projekt Frühling 2021

Zauneidechsen-Projekt Frühling 2021

Im Rahmen des Zauneidechsen-Projekts wurde am Huebbach in Langnau auf gut 180 m Länge die Uferbestockung auf der rechten Bachseite aufgewertet. Dabei wurden vom Landwirt mehrere Ast- und Schnitzelhaufen erstellt aus dem angefallenen Geäst vom Ausholzen der Böschung.

Vorwiegend Weiden besiedelten das Bachufer. Diese hingen zum Teil so im Bachbett drin, das der Abfluss nicht optimal war und sich Schwemmgut hätte verfangen und stauen können.In der Osterwoche konnte NaturReiden in den entstandenen Lücken nach dem Holzen an acht Stellen einheimische Sträucher pflanzen und die Asthaufen noch weiter ergänzen.

Der angrenzende Waldrand konnte ebenfalls mit einheimischen Sträuchern aufgewertet werden. An fünf Stellen entstanden Buschgruppen mit bis 10 – 30 jungen Sträuchern.Insgesamt konnte NaturReiden 230 Sträucher, zusammengesetzt aus 20 Arten, pflanzen am Waldrand und Uferböschung. Knapp die Hälfte der Sträucher sind dornen- oder stacheltragend.

Am linken Huebbachufer wachsen Robinien, im Volksmund auch falsche oder Schein-Akazie genannt. Dieser invasive Neophyt – eine Leguminose, also ein Hülsenfrüchtler – breitet sich vorallem über Samen aus oder macht Wurzelausläufer. Ein Bachlauf begünstigt die Ausbreitung der Samen. Einfach nur die Bäume fällen, führt in diesem Fall nicht zum Ziel. Der mit den Erbsen verwandte Baum reagiert mit Stockausschlag. Robinien werden mit „Ringeln“ zum Absterben gebracht. Am Stammfuss werden, je nach Stammdurchmesser einer oder drei Ringe rausgeschnitten. Dabei wird die Borke mit Bast und Kambium entfernt. Das Splintholz, welches den Baum von unten nach oben mit Wasser versorgt, wird möglichst nicht verletzt. Der Nährstofftransport mit Stärke und Zucker von der Krone zu den Wurzeln wird durch die entnommenen Ringe unterbunden. Somit stirbt eine Robinie in ein bis vier Jahren ab. Natürlich kann diese Praxis aus Sicherheitsgründen nur an Stellen angewendet werden, die nicht direkt von Fussgängern oder Verkehr frequentiert werden.


Amphibienwanderung Frühjahr 2021

Amphibienwanderung Frühjahr 2021

Sobald die Tage wieder konstant wärmer werden, kraxeln die Amphibien aus ihren Winterverstecken. Sie haben nun nur ein Ziel – sich vermehren!
Dazu suchen sie ihr Geburtsgewässer auf. Dieser Vorgang beginnt jeweils ca. Ende Februar / Anfang März. Bis in anfangs April wandern die Frühjahrslaicher im Altental in grosser Anzahl in Richtung Weiher.

Damit die Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche mehrheitlich das angepeilte Ziel unbeschadet erreichen, werden jeweils im Februar von Werkdienst-Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern Amphibienzäune aufgestellt. Die am Zaun gestoppten Tieren werden eingesammelt und über die Strasse getragen. An Werktagen sammelt der Werkdienst morgens die Lurche ein. Abends und an den Wochenenden stehen sowohl Mitglieder von NaturReiden, also auch externe freiwillige Helfer im Einsatz.

Mit Stirnlampe, Kessel, Handschuhe und Bestimmungsblatt ausgerüstet spazierten die Helfer bei amphibisch günstigen Bedingungen die Strasse Richtung ins Altental hinauf und sammelten die Tiere am Waldrand, an den Zäunen und in den vergrabenen Kesseln ein. Die Amphibien wurden nach Art bestimmt und jedes Individuum gezählt.
Die Zahlen wurden ans lawa (Abteilung Arten und Lebensräume) eingereicht. Die Koordinationsstelle für Amphibien- & Reptilienschutz in der Schweiz (karch) wertet die Daten aller Zugstellen für die nationale Statistik aus.
Das lawa unterstützt die Gemeinde und NaturReiden bei der Amphibienwanderung.

Im letzten Jahr kraxelten die ersten Amphibien schon anfangs Februar (extrem früh!) aus den Verstecken und hatten Ende Februar die grösste Wanderaktivität aufgewiesen.
Mitte März war die Wanderung zu 90% abgeschlossen.
Dieses Frühjahr erschien die erste grosse Welle erst gegen Mitte März und der Hauptzug fand gar erst Ende März bis in den April statt.
Es war heuer vielfach kälter und auch trockener. Die Amphibien wandern erst ab 5°C und dann am liebsten bei feuchten oder nassen Bedingungen.

An über 30 Zugstellen im Kanton Luzern wird die Amphibienwanderung durch lokale Helfer betreut – koordiniert vom lawa. An den meisten Orten fiel auf, dass dieses Jahr deutlich weniger Amphibien zu den Laichgründen wanderten. Zum Teil war nur ein Drittel der Tiere unterwegs gegenüber 2020. Auch im Altental Langnau wurden fast 40% weniger Amphibien gezählt. Konnten im letzten Jahr noch 2379 (vierthöchster Wert aller Zugstellen im Kanton) gezählt werden, waren es diesen Jahr noch 1464. Es waren viel weniger Erdkröten unterwegs, die jeweils 2/3 bis 80% aller Amphibien ausmachen. Es konnten aber knapp 30% mehr Molche gezählt werden. Die Zahl der Grasfrösche blieb stabil. Zu Letzteren ist zu sagen, dass sie grossmehrheitlich von einer anderen Seite zum Weiher einwandern und diese Zahlen nicht vorliegen.

NaturReiden dankt dem lawa, den Werkdienst-Mitarbeitern und den 30 freiwilligen Helfer*innen für die sehr gute Zusammenarbeit und den tollen Einsatz!


Nistkasten-Inventar Winter 21

Nistkasten-Inventar Winter 2021

Bereits im Januar 2020, noch vor der Vereinsgründung, stand der erste Einsatz für die Vogelwelt auf dem Programm. Vier zukünftige Vereinsmitglieder putzten in der Weihermatte die knapp 40 Nistkästen. Weitere Brutstätten wurden auf dem Friedhof Reiden vom letztjährigen Nistmaterial befreit. Diese Aufgabe wurde dieses Jahr nun zum festen Bestandteil des Vereinsprogramms.

Foto Markus Bieri

Jeden Winter werden alle Nistkästen geputzt, repariert und nötigenfalls durch selbstgebaute Kästen ersetzt. Die Belegung der vergangenen Brutsaison wird registriert und wenn möglich nach Mieterschaft (auch nicht gefiederte) bestimmt. So bauen auch Wespen ihre Nester darin. Leere Schalen von gesammelten Haselnüssen deuten auch auf eine Fremdnutzung hin. Anhand der Frassspuren an den Haselnüssen war zu erkennen, dass sich Wald- oder Gelbhalsmäuse die Nistkästen als Futterdepot auch dieses Jahr wieder aufsuchten.

Mitte Januar war der Nistkasten-Putz geplant. Leider verbot uns Corona die Durchführung der Veranstaltung. Zeitgleich wäre auch der erste Anlass der Jugendgruppe auf dem Programm gestanden. Die Kinder und Jugendlichen hätten neue Nistkästen gebaut und die Wildbienen-Nisthilfen ergänzt.

Die Nistkästen müssen aber auch zu Pandemiezeiten geputzt werden, damit sie frei sind von Parasiten, die das Brutgeschäft beeinträchtigen können. So wurde aus der geselligen Art des Nistkasten-Putz ein Werk von Einzeltätern oder Zweiertrupps, die an mehreren Tagen unterwegs waren, um den Vögeln intakte Häuschen anbieten zu können.

Die 60 Nistkästen in der Weihermatte und auf dem Friedhof wurden im letzten Herbst mit Koordinaten erfasst und ein Inventar erstellt. Das Nistkasten-Inventar wurde ergänzt mit weiteren Standorten im Reider Wald, im Gebiet Müli, sowie einigen neuen Nistkästen im Altental Langnau und in Richenthal.

Von Ende Januar bis in den Februar konnten rund 85 Nistkästen geputzt, 5 repariert und 42 neue montiert werden. Davon wurden zwei Dutzend Nistkästen mit einheimischem Holz neu gebaut und die restlichen schenkte uns BirdLife Luzern zur Vereinsgründung.

So sind aktuell 132 Nistkästen im Inventar aufgeführt. Für den nächsten Winter ist die Montage von weiteren neuen Nistkästen im Gebiet Gungel vorgesehen. Zudem sollen alle Vogelhäuschen mit der Inventar-Nummer versehen werden.

Gerne nehmen wir noch weitere Standorte in unser Inventar auf und helfen beim Unterhalt. Möchten Sie ihre Nistkästen auch inventarisieren lassen, benötigen Sie Unterstützung oder möchten beim Inventar und Unterhalt mithelfen?
Melden Sie sich hier.


Pflegetag – 7.11.2020

Pflegetag vom 7. November 2020

Unterhaltsarbeiten im Müliwald und in der Weihermatte

Zum Abschluss des Herbstprogramms war nochmals Tatendrang gefragt. Zwei der fünf Naturobjekte, die NaturReiden gemäss Vereinbarung mit der Gemeinde betreut, verlangten den Einsatz motivierter Vereinsmitglieder.

Am Vormittag galt das Augenmerk den kleinen Müliwald-Weihern in Richenthal. Das Quellbächlein brachte viel Sand mit, worauf der oberste Mini-Weiher ausgebuddelt wurde. Rund um die Weiher kam die Sense zum Einsatz. Der unterste Weiher drohte weiter zuzuwachsen. Dem konnte entgegengewirkt werden. Auch die Sträucher brauchten Pflege. Liguster und Alpen-Johannisbeere bekamen mehr Licht auf Kosten des Hartriegels. Am Waldrand wurden ein paar letztjährig gepflanzte Sträucher von Rehböcken gefegt. Zur Kompensation konnten einige zusätzliche Sträucher gepflanzt werden. Zum Abschluss erwärmten sich die elf Helfer mit einer saisongerechten Kürbissuppe und ein paar knackigen Reiderli.

Am Nachmittag, bei einsetzendem Sonnenschein, wuchs die Helferschar. Zwanzig Vereinsmitglieder, bestückt mit Arbeitshandschuhen und Gesichtsmaske, wollten endlich Hand anlegen in der Weihermatte. Ein Tümpel wurde ausgegraben, der ebenvollgelaufen mit Geschiebe und nun komplett zugewachsen war. Ein grossflächiger Steinhaufen, der Reptilien ein Sonnenbad bieten soll, wurde entkrautet und aufkommendes Gehölz entfernt. Bei den Wiesenbächlein wurden die Ufer gemäht und die Streuehaufen erweitert.

Salzig oder süss? So das Angebot beim Zvieri. Die einen bevorzugten Kuchen mit Kaffee, die andern Speckzopf mit Bier – oder eben alles, in der oder umgekehrter Reihenfolge.